Wanderung, © Städteregion Aachen, Dominik Ketz

Flotationsverfahren 1927

Stolberg

Aktivitäten nach Schließung von Diepenlinchen

Erzaufbereitung und Flotation im Stolberger Revier

Über viele Jahrhunderte nutzte man zur Trennung verwertbarer Erze von taubem Gestein die sogenannte Dichte-Sortierung. Dabei wurden die Unterschiede im spezifischen Gewicht zwischen Erz und Nebengestein ausgenutzt.

Das aus den Gruben gewonnenen erzhaltige Gestein wurde zunächst mit Pochwerken, Kollergängen oder Gesteinsmühlen zerkleinert. Die anzustrebende Korngröße hing entscheidend davon ab, wie fein das Erz im Muttergestein verteilt war. Die einzelnen Körner mussten sich deutlich in Erzanteil und taubem Gestein unterscheiden, um die Trennung durch Dichte-Sortierung effektiv zu machen.

Die eigentliche Trennung erfolgte unter einem schwachen Wasserstrom auf geneigt angeordneten Tischen, die mechanisch in Schwingung versetzt wurden. So setzten sich die Körner entsprechend ihres spezifischen Gewichts ab – ein Verfahren, das auch als Schüttel- oder Stoßherde bekannt war.

Die in Stolberg überwiegend geförderte Schalenblende war ein polymetallisches Erz, das Zinkblende, Bleiglanz und Schwefelkies (Pyrit bzw. Markasit) enthielt. Deshalb war es besonders wichtig, die Sulfide nicht nur vom Nebengestein, sondern auch untereinander zu trennen.

Flotationsverfahren in den 1920er Jahren

In den 1920er Jahren wurde die Erzaufbereitung entscheidend weiterentwickelt. Das Flotationsverfahren (auch Schwimmaufbereitung genannt) nutzte die unterschiedlichen Oberflächeneigenschaften der Mineralien. Voraussetzung war eine feine Zerkleinerung des Erzhaufwerks durch Gesteinsmühlen.

Nach der Schließung der Grube Diepenlinchen blieb die Betreiberfirma, die Gesellschaft für Bergbau und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen (Stolberger Zink), europaweit aktiv. 1927/28 errichtete sie am Weißenberg eine Flotationsanlage mit einer Kapazität von 5 Tonnen pro Stunde.

Zunächst wurde die Anlage zur Nachbehandlung alter Teich- und Haldenschlämme genutzt, da dieses Material sich ohne weitere Zerkleinerung für die Flotation eignete. Bis 1933 konnten auf diese Weise über 4.000 Tonnen nutzbares Erzkonzentrat gewonnen werden.

Mit den Autarkiebestrebungen der 1930er Jahre wurde von 1933 bis 1942 zunehmend auch Haldengrobmaterialzerkleinert und verarbeitet. Die dabei anfallenden sandigen Rückstände wurden auf der Halde am Weißenberg abgelagert.

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Flotationsverfahren 1927

52224 Stolberg

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