Bienenlehrstand, © Eifel-Tourismus GmbH, Dominik Ketz
  • Strecke: 3,8 km
  • Dauer: 0:55 h
  • Schwierigkeit: mittel

27 - Unterwegs in Rohren

Monschau

Der in einer idyllischen Landschaft gelegene Waldlehrpfad widerlegt auf eindrucksvolle Weise das Vorurteil, solche Parcours seien langweilig. Obwohl die Wanderstrecke auf den ersten Blick kurz erscheint, sollten Sie genügend Zeit einplanen, um sich über den Wald, seine Bewohner, seine Geschichte und seine Nutzung zu informieren.

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Infos zu dieser Route

Start: Wanderparkplatz Kirche Rohren

Ziel: Wanderparkplatz Kirche Rohren

Strecke: 3,8 km

Dauer: 0:55 h

Schwierigkeit: mittel

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 133 m

Abstieg: 133 m

Merkmale:

  • familienfreundlich
  • Rundtour

Rureifel Tourismus GmbH

52156 Monschau

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Schmugglerweg [60]

Seinen Namen hat der Weg aus der Nachkriegszeit, als der Kaffeeschmuggel aus Belgien eine der wichtigsten Einnahmequellen der Schmidter war. Schmidt wurde am Ende des 2. Weltkrieges zu über 90% zerstört, darunter auch die Pfarrkirche St. Hubertus. Mit dem Gewinn aus dem Schmuggel von Kaffee über die nahegelegene Grenze brachten die Schmidter ihre Familien durch und bauten ihre zerstörten Häuser wieder auf. Dies blieb dem damaligen Pfarrer Josef Beyer natürlich nicht verborgen. Mit dem Wiederaufbau der Kirche ging es zunächst etwas weniger zügig voran. So sagte er in einer Predigt: „Ich weiss, dass ihr Kopfschmerzen vom vielen Geld bekommt. Bei mir ist es umgekehrt, weil ich nicht weiss woher ich das Geld für den Wiederaufbau der Kirche nehmen soll.“ Ab jetzt opferten die Schmuggler einen Teil ihres Gewinns aus dem Kaffeegeschäft für den Wiederaufbau der Kirche. Sie trägt daher im Volksmund den Namen St. Mokka.

Wegstück mit Wald und Beschilderung, © Der Eifelyeti.de

4 Täler [56]

Die Fließgewässer samt ihrer Auen sind ein typischer und ökologisch wertvoller Bestandteil der Rureifel mit einem großen Tier- und Pflanzenreichtum. Diese Vielfalt ist den Bauern zu verdanken, die die Wiesen über Jahrhunderte hinweg gemäht haben. Als moderne dorfnahe Bewirtschaftungsformen die Heumahd in den Tälern nicht mehr lohnend machten, wurden dort Fichten angepflanzt. Derzeit ist man vielerorts bemüht, die ursprüngliche Auenvegetation wiederherzustellen. An vielen Stellen des Wanderwegs ist die charakteristische Terrassenbildung erkennbar. Sie entsteht, wenn ein Fluss nicht mehr in der Lage ist, seine Geröllfracht weiter zu transportieren und diese in der Talaue ablagert. Vertieft sich ein Fluss durch einen Klimawechsel wieder, so zerschneidet er die vorher aufgebaute Terrasse. Ihre Funktion als Verkehrswege erhielten die vormals sumpfigen Täler der Eifel erst nach der Flussregulierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.